
Am 31. Mai 2026 veranstalteten wir einen Landesjugendlehrgang, des Niedersächsichen Ju-Jutsu Verbandes zum Thema Ringen & Raufen und lud dazu den Referenten Patrik Haas (4. Dan Ju-Jutsu, Landestrainer Nachwuchs NJJV) ein.
Zur Erwärmung ließ Patrik alle Kinder durcheinanderlaufen und sich durch Handschläge von Kopf bis Fuß begrüßen. Als erstes kleines Spiel, welches er später didaktisch sinnvoll in Techniken überleitete, diente „Robbe und Eisbär“. Dabei krabbelt eine Person wie ein Eisbär und versucht, die auf dem Bauch robbenden „Robben“ auf den Rücken zu drehen. Dieses Rangelspiel konnte er im nächsten Schritt sehr gut als Umdreher aus der Bauchlage (Back Mount) in den Seitstreckhebel überführen. Durch das Ergreifen des diagonalen Arms kann man den Partner*In aufziehen und auf den Rücken in die Technik ziehen. Dieses Prinzip nutzte Patrik auch aus der Reitposition, um in den Seitstreckhebel zu gelangen.
Nach der ersten Pause ließ er die Gruppe mit lockerem, kraftlosem Boden Randori (Flow Rolling) weiter raufen, um sie auf das nächste Spiel „Pfütze“ vorzubereiten. Dabei leget eine Person des Paares ihren Gürtel zu einem Kreis. Dieser darf nicht von innen berührt werden. Ziel ist es jedoch, den Partner*In in diesen Kreis zu bewegen. Patrik legte dabei großen Wert darauf, dies über den Gleichgewichtsbruch zu erreichen, denn dieses Prinzip übernahm er auch in die folgenden Techniken. Durch das Ausnutzen des Gleichgewichtsbruchs, kommt man deutlich leichter in die Technik. Als Anwendung sollten die Kinder den Gegner*In nach vorne ziehen, sodass dieser einen Gegendruck nach hinten erzeugt, um anschließend ein Beinstellen (O-soto-otoshi) auszuführen. Um das Prinzip noch deutlicher zu veranschaulichen, griff Patrik die gleiche Idee auf, ergänzte sie jedoch um eine Kreisbewegung nach vorne, um den Partner*In passend für einen Wurf nach vorne, nach Wahl der Kinder vorzubereiten.
Nach einer weiteren kurzen Pause folgte der letzte Teil. Hier stellte Patrik ein Spiel vor, in welchem man einen Kreis nicht verlassen dar. Man solle Partner*In ohne Einsatz der Arme aus dem Gürtelkreis herauszudrücken. Nach einigen Runden variierte Patrik das Spiel dahingehend, dass man das Gleichgewicht unterlaufen sollte, um jemanden aus dem Kreis zubekommen. Dieses Prinzip und die Position leitete er anschließend in den Wurf „kleines inneres Einrollen“ (Ko-uchi-makikomi) über.
Zum Abschluss wurde noch einmal gerauft, diesmal mithilfe von Rohrisolierungen. Jeder sollte eine passive Deckung einnehmen, während versucht wurde, in oder unter die Deckung zu schlagen. So entstand ein spielerischer und spaßiger Abschluss des Lehrgangs.
Wir und die Kinder bedanken uns Herzlich an Patrik, für diesen wundervollen Vormittag.
Bericht des NJJVs:











